Von der Loschwitzer Erbschänke zum Hotel Demnitz
Gibt man den Chronisten recht, so hatte gab es bereits 1316 die erste Erwähnung von Loschwitz, als ein Ort, an dem es in der Nähe einer Fährstelle eine Ausschankstelle gegeben hat, die sogenannte Erbschänke.
Die älteste Urkunde über die Loschwitzer Erbschänke stammt aus dem Jahr 1626 und beinhaltet die Beantragung einer Genehmigung zum Ausschank fremden Bieres, außer dem Dresdner, innerhalb der "Biermeile".
Im Laufe der Zeit wurde die Erbschänke von vielen Personen betrieben bis sie 1851 von Ernst Demnitz gepachtet und 1862 von ihm käuflich erworben wurde. Unter seiner Führung florierte das Geschäft und die Gaststätte nahm einen bedeutenden Aufschwung.
1880 verkaufte Demnitz an seinen Sohn Gustav, welcher ein Jahr später das Saalgebäude niederreißen und an selbiger Stelle das noch heute existierende Gebäude errichten ließ. Nach Plänen von Theodor Lehnert entstand ein großer Hotelneubau mit Saal, Restaurationsräumen und Fremdenzimmern. Lediglich das "Bauernstüb'l" blieb von der ursprünglichen Bebauung erhalten.
Wie auch sein Vater verstand Gustav es mit unermüdlichem Fleiß und rationaler Bewirtschaftung den Gasthof immer mehr zu einem Anziehungspunkt zu gestalten. Der Garten wurde bis zum Elberadweg erweitert und auch in seinem neuen Teil mit Bäumen bepflanzt.
Das neue Hotel war ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Sommergäste. Im Saal des Hauptgebäudes fanden regelmäßig Veranstaltungen, wie die berühmt-berüchtigten Loschwitzer "Wäscherinnenbälle" statt.
1943 wurde der Hotelbetrieb zunächst eingestellt und das Gebäude als Lazarett genutzt.
Nach 1945 wurden die früheren Besitzer enteignet und die Gebäude wurde 1949 an die HO übergeben. Der Komplex verfiel nach und nach und wurde bereits 1961 zum Teil baupolizeilich gesperrt. Als 1975 auch der Hotelbetrieb eingestellt wurde, kam es am 1.8.1979 zum vollständigen Schließung des Hauses.

